Millennial Teens: Digital Natives unter der Lupe

Die Millennial Teens sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und können sich gar nicht mehr erinnern, wie es war, als es weder Internet noch Mobiltelefone gab. Logisch, denn sie waren damals ja auch noch nicht geboren.

Wer  verbirgt sich überhaupt hinter diesen ominösen Begriffen über die so oft in Medien berichtet wird. Sind sie vielleicht Teil Ihrer Zielgruppe? Wenn ja, dann macht es absolut Sinn, sich näher mit ihnen zu beschäftigen und herauszufinden, wie Sie diese Personen erreichen können.

Diese Personengruppe wird nicht umsonst „Digital Natives“ genannt. Sie sind die sogenannten digitalen Ureinwohner, sprich sie sind im digitalen Umfeld groß geworden. Außerdem kennen wir die „Digital Immigrants“, also jene „Einwanderer“, die erst im Erwachsenenalter in der digitalen Welt angekommen sind. Als „Digital Outsiders“ bezeichnen wir hingegen jene Personen, die digital nur sehr schwer erreichbar sind und oft keinen Zugang zu Internet oder Mobiltelefonen haben.

Quelle: MMA Austria 2014

Betrachtet man nun die Digital Natives genauer, so sehen wir hier eine weit über 90%ige Smartphonedurchdringung. Diese Personen sind immer und überall erreichbar, nutzen mobiles Internet permanent und sind in sämtlichen Social Media zuhause. Sie sind es gewohnt, Informationen sofort, schnell und übersichtlich – quasi am Silbertablett – präsentiert zu bekommen.

Glaubt man nun einer aktuellen Studie der Refuel Agency, die 16-19jährige zu ihrem digitalen Nutzungsverhalten befragt hat, so sehen wir, dass sich Jugendliche im Schnitt 6 Stunden täglich mit ihrem Mobiltelefon beschäftigen. Diese Zahlen wurden zwar in den USA erhoben, ein ähnlicher Trend zeichnet sich jedoch auch hier in Europa ab.

Quelle: Refuel Agency Millennial Report 2015

Neben dem Versenden von Textnachrichten spielen soziale Medien eine enorme Rolle. Außerdem sind mobile Spiele für Jugendliche sehr wichtig. Zwischendurch werden Fotos bzw. Videos gemacht und angeschaut bzw. im mobilen Browser gesurft. Nebenbei werden noch e-mails abgerufen und geschrieben. Dass mit dem Smartphone aber auch noch telefoniert wird, sollten wir hier jedoch nicht vergessen.

Ca. 3.5 Millionen Österreicher besitzen einen facebook Account. Das ist natürlich enorm, auch wenn die Zahl der Neuanmeldungen derzeit stagniert. Vor allem für die junge Zielgruppe ist facebook eine extrem wichtige Plattform zum Austausch von Informationen im Freundeskreis. Nachdem Informationen jedoch nur dann Sinn machen, wenn sie aktuell sind, hat hier wieder die mobile Nutzung über das Smartphone absolute Priorität. In den vergangenen Jahren konnte festgestellt werden, dass vermehrt Unternehmen  auf einen  facebook Auftritt neben dem eigenen Webauftritt setzen.

Neben facebook konnte sich in den letzten Jahren auch whatsapp stark durchsetzen (und wurde daher gleich von facebook aufgekauft). Der mobile Messaging Dienst erfreut sich großer Beliebtheit und kann seit einiger Zeit neben Text- und Bildnachrichten auch mit einem Telefonangebot aufwarten. Durch die große Marktdurchdringung bieten immer mehr Unternehmen ihren Kunden die Möglichkeit, über whatsapp mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten.

Der weltweit größte Videodienst youtube (im Eigentum von Google) wird derzeit  von ca. 5 Millionen Österreichern genutzt. Jugendliche holen sich über youtube neben unterhaltsamen Videos auch jede Menge Infos von sogenannten Videobloggern. Diese betreiben ihre eigenen Channels und haben oft zig- oder hunderttausende Abonnenten. Für zahlreiche Unternehmen haben diese Blogger mittlerweile eine wichtige Multiplikatorfunktion, da sie eine hohe Glaubwürdigkeit innerhalb ihrer Abonnenten haben.

Als eine der aufstrebendsten Plattformen wird aktuell Instagram (ebenfalls im Eigentum von facebook) gesehen. Vor allem im Bereich der Digital Natives spielt Instagram als gratis online Fotodienst eine große Rolle. Hier können Fotos und Videos hochgeladen und geteilt werden. Für Unternehmen bietet es zwar keine klassische Werbeplattform, aber dafür die Möglichkeit, den Nutzern und Kunden Einblicke in das Unternehmen zu bieten, Emotionen zu transportieren oder dem vielleicht sonst sehr klassisch präsentierten Unternehmen ein Gesicht zu verleihen.



Fazit & Ergänzende Infos

Sollten Sie vermehrt  Jugendliche und junge Erwachsene unter Ihren Kunden haben, so sind die digitalen Kanäle unumgänglich. Da diese Kanäle jedoch allesamt auf Interaktion ausgelegt sind, bringt dies jede Menge Potenzial, mit Kunden tatsächlich in Kontakt zu treten, Meinungen einzuholen und ein Ohr direkt an der Zielgruppe zu haben. Gleichzeitig wird jedoch auch erwartet, dass Sie auf Kundenkommentare und -fragen rasch antworten. Dies sollte bei der Planung auf alle Fälle berücksichtigt werden. Denn nur weil ein Großteil der digitalen Medien prinzipiell gratis nutzbar ist, heißt das nicht, dass für Sie damit keine indirekten Kosten verbunden sind (v. a. durch Personalaufwand). Daher ist es durchaus sinnvoll mit einem Kanal zu starten, diesen auszuprobieren, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Vieles kann dann bei den weiteren Kanälen schon optimiert werden.



Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen oder Hilfe bei der Planung Ihrer digitalen Aktivitäten brauchen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.



Die gesamte US Studie zu Millennial Teens finden Sie unter diesem Link zum Download: Refuel Agency

Aktuelle österreichische Zahlen rund um das Thema „Mobile“ finden sich im frisch veröffentlichten Mobile Communications Report der Mobile Marketing Association Austria

 

 

 

Millennial Teens: Digital Natives unter der Lupe

 Was tun jedoch Jugendliche am Mobiltelefon?

Wichtige Plattformen 



 



 



 



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